British Kurzhaar

Die British Shorthair

Angeblich haben die Römer vor fast 2000 Jahren die Hauskatze in Nordeuropa eingeführt – hauptsächlich wohl zu Schädlingsbekämpfung. Es ist also kein Wunder, dass die britischen Züchter in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, in der die Katzenzucht und Katzenausstellungen beliebt wurden, ihre Aufmerksamkeit auch auf die einheimischen Katze4n lenkten. Als das erste umfassende Katzenbuch im Jahre 1899 in Großbritannien erschien, stellte die Britsh Shorthair nocht die wichtigste darin behandelte Rasse dar; sicherlich wurden ihr auch bei der ersten Katzenausstellung im Londoner Kristallpalast viele Ehrungen zuteil. Die Popularität der Langhaarkatzen nahm jedoch sehr schnell zu, auch wurden einige Siam importiert, wodurch sich die Situation bereits zur Jahrhundertwende beachtlich gewandelt hatte.
Auf den ersten Ausstellungen (und bis zu einem gewissen Grade auch heute noch) waren die Einfarbigen am beliebtesten vielleicht, weil sie weniger häufig unter den rasselosen Katzen zu finden sind. Von den verschiedenen einfarbigen Rassen waren wiederum die Blauen die Favoriten und sind es auch jahrzehntelang geblieben. Hierauf ist zurückzuführen, dass die blaue British Shorthair, auch British Blue genannt, von Katzenfreunden als Prototyp der Fasse betrachtet wird.
Die Rassenstandard ist: kompakter und kräftiger Körperbau, tiefe, breite Brust, kurze, starke Beine mit runden Pfoten, kurzer, dicker Schwanz mit abgerundeter Spitze, massiver, runder Kopf mit vollen Wangen, ausgebildetes Kinn und kurze, gerade Nase. Die Augen sollen groß und rund sein, die Ohren klein, abgerundet und weit auseinandergesetzt. Das Fell sollte kurz und dicht sein, aber nicht zu flauschig.