Bengal

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Bengal

Die Bengal entstand aus einer Kreuzung mit einer wilden Kleinkatze, der Bengalkatze (Felisbengalensis).

Sie hat mit einigen anderen Rassen das gefleckte Fell gemeinsam.

Im Gegensatz zur TabbySpotted verlaufen die Tupfen der Bengal nicht vertikal, sondern in horizontalen Streifen.

Hauskatzen können sich mit allen möglichen Wildkatzen paaren.

Oft sind jedoch die Nachkommen unfruchtbar und deren Charakter zu wild für ein Zusammenleben mit dem Menschen.

Trotzdem ist es bei der Bengal gelungen eine Hauskatze mit einer Wildkatze zu verpaaren und doch ein problemlos domestizierbares Tier zu erhalten.

Erste Versuche in diese Richtung fanden 1963 statt, als sich der schwarze Kater von Jean Mill in Kalifornien zufällig mit einer Bengalkätzin paarte, die aus einem Tiergeschäft in Arizona stammte.

Daraus ging ein fortpflanzungsfähiges Weibchen hervor, das im Aussehen stark seiner Mutter ähnelte.

Zur gleichen Zeit verpaarte William Engler, ein Zoomitarbeiter, eine Hauskatze mit einem Bengalkater.

Die Nachkommen waren ebenfalls zum Großteil steril.

Das Projekt wird von beiden Seiten zunächst aufgegeben, bis Jean Mill 1981 erfährt, dass der Genetiker Dr. William Centerwall zahlreiche Kreuzungen zwischen Haus- und Bengalkatzen durchgeführt hat.

Er wollte damit eine Besonderheit des Immunsystems untersuchen, denn Bangalkatzen sollen gegen Katzenleukämie immun sein.

Jean Mill erhält 8 Katzen aus der ersten Generation und verpaart sie mit verschiedenen Rassen, z. B. mit Ägyptisch Mau.

1985 erscheinen die ersten Bengalen auf Ausstellungen.

Heute wird die Bengal von den meisten Verbänden weltweit anerkannt.
Beschreibung:
• groß
• langgestreckter Rumpf
• kräftiger muskulöser Körperbau
• dreieckiger Kopf
• mittellange , breite Nase mit ausgeprägtem Nasenrücken und einer Wölbung vom Stop bis zur Spitze
• kräftiges Kinn
• mittelgroße, an der Spitze abgerundete Ohren, die weit auseinander stehen
• große, leicht schräggestellte Augen (amber- bis haselnussfarben oder grün, bei der Variante „Snow
Leopard“ blau)
• breite Fußballen
• Haarbüschel zwischen den Zehen
• sehr kurzes, weiches Fell, das eng am Körper anliegt
• Schwanz mit dunkler Spitze
• Tupfen folgen horizontalen Linien, auch in Rosetten angeordnet
Farben:
• erste zugelassene Farbe war Spotted mit d. typischen schwarzen od. braunen
Rosetten auf orangebraunem Grund (Sorrel)
• oder schwarz auf mahagonibraunem Grund (Mink)
• nun auch Marbled (marmoriert), bei heller gefärbtem Rumpf auch als „Snow Leopard“ bekannt
Charakter:
Bei Ausstellungen sind, wegen möglicher Probleme bezüglich des „wilden“ Charakters, nur Bengalen ab der dritten Generation zugelassen.
• sehr aktiv
• wachsam
• wenig aggressiv
• gesellig
• verspielt
• sehr lautfreudig
• sensibel
• oft dominant gegenüber anderen Katzen
• braucht viel Bewegungsfreiheit/Auslauf