Heilige Birma

Heilige Birma

Heilige Birma

Einer Legende zufolge stammt diese Rasse von heiligen Katzen im Khmer-Tempel Lao-Tsunin ab.

Man sagt, dass der Hohepriester KittahMun-Ha während eines Überfalls auf den Tempel von einem Banditen tödlich verletzt wurde, und seine treue Katze „Sinh“ ihn verteidigen wollte indem sie sich auf ihn warf.

Die Göttin des Tempels Tsun-Kyan-Kse legte ihren goldenen Schein über die Katze.

Da wurde ihr Fell golden und ihre Augen saphirblau.

Die Spitzen der Pfoten, die immer noch den Leib des Priesters berührten, wurden strahlend weiß.

Sie richtete ihre leuchtenden Augen auf die Tempeltore, die Mönche folgten ihrem Blick, eilten zu den Toren und schlossen diese rasch.

So verhinderten sie die Plünderung und retteten den Tempel vor der Zerstörung.

„Sinh“ blieb bei dem verstorbenen Priester und starb sieben Tage nach ihm.

Als die Mönche sich vor der Göttin versammelten, um den Nachfolger des Hohepriesters zu bestimmen, kamen alle Katzen des Tempels herbeigelaufen und waren ebenso verwandelt wie „Sinh“.

Die Heilige Katze von Burma erscheint erstmals 1919 in Europa.

Ein amerikanischer Milliardär hatte auf einer Kreuzfahrt in den Orient ein paar davon gekauft und ein kleines Vermögen dafür bezahlt.

Der Kater überlebte die Reise leider nicht, wohl aber die Kätzin.
Sie war trächtig, ihre Jungen kamen in Nizza in Frankreich zur Welt.

Diese Kätzchen waren die Vorfahren dieser Rasse im Abendland.

Nach anderen Quellen soll die Birma aus einem Zuchtprogramms einer Gruppe französischer Züchter in den 20ern hervorgegangen sein.

Sie wird bereits seit 1915 in den französischen Abstammungsbüchern geführt, doch es gibt erst wieder eine Eintragung, als eine Prinzessin in den 30er Jahren auf einer Katzenausstellung in Paris ein Exemplar erwirbt.

1945 ist nur ein einziges Paar in Frankreich eingetragen, von diesen beiden Katzen könnte die gesamte westliche Population an Birma-Katzen abstammen.

In Großbritannien wird die Birma 1960 eingeführt und 1966 anerkannt.

Ein Jahr später folgt die Anerkennung der Rasse in den Vereinigten Staaten.

Beschreibung:
• mittelgroß mit muskulösem, gut proportioniertem Körper
• runder und robuster Kopf
• gut entwickeltes Kinn
• volle Wangen
• rundlich kräftiger Kiefer
• große, leicht schräg gestellte rundliche Augen, die weit auseinander stehen, intensiv blau
• mittelgroße Ohren, leicht nach vorne geneigt, sitzen seitlich am Oberkopf
• Fell ist um die Nase kurz, am Körper lang, um den Hals besonders dicht
• mäßig langer und kräftiger Schwanz mit dichtem Fell
• Fehlen der weißen „Handschuhe“ auch nur an einer der Pfoten ist ein Ausschlussgrund
• auch weiße Haare in den Spitzen nicht zulässig
• weitere Ausschlussgründe sind Strabismus, gebogener Schwanz oder Knoten am Schwanz, für siamesen- oder perserähnliche Kopfformen gibt es Strafpunkte

Farben
• typischer Farbschlag: Agouti (mehrfach dunkel gebänderte Haare)
• Ruddy (apricotfarbiger Grundton mit dunkelbraunem Ticking)
• Sorrel (apricotfarbiger Grundton mit Ticking in Cinnamon)
• Blue (roséweißer Grundton mit Ticking in blue)
• Fawn (elfenbeinfarbener Grundton mit Ticking in Beige-Rosé)
• Silver-Varietäten mit silberweißem Grund u. Ticking in den o.g. Farben Lilac u. Chocolate

Charakter:
• aktives Temperament
• lebhaft, freundlich, verspielt
• braucht viel Zuwendung und Aufmerksamkeit
• muss aktiv am Familienleben teilhaben können
• muss ihren großen Bewegungsdrang ausleben
• schätzt Gesellschaft anderer Katzen, fügt sich aber nicht gern in Gruppen ein
• meist kein ausgesprochenes Schoßtier

Farben:
• Körper weiß mit bläulichem oder goldenem Anflug
• schöner Kontrast zu den Spitzen in Seal, Blue, Chocolate, Cream, Red oder Lilac
• auch neuere Varianten mit Tabby-Spitzen
• farbige Bereiche bedecken Ohren, Beine u. Schwanz
• Gesichtsmaske bis unter die Schnurrhaarkissen
• charakteristisch: weiße „Handschuhe“, die symmetrisch ausgeprägt sein müssen und die Ideallinie nicht überschreiten dürfen

Charakter:
• mäßig aktiv
• zarte Stimme mit diskretem, zurückhaltendem Klang
• sehr gesellig
• wenig aggressiv
• verabscheut Lärm
• kann gut mit anderen Katzen und Kindern zusammenleben
• Jungtiere sind sehr aktiv
• Kater suchen eher menschliche Zuwendung als „tierische“